Neues aus dem Kleingartenverein
Das Vereinsheim - Instandsetzung eines Hauses mit viel Geschichte im Verein
Unser Vereinsheim war in die Jahre gekommen und engagierte Vereinsmitglieder haben das Haus wieder hübsch gemacht!
Schauen wir mal ein paar Jahre zurück ... Unsere heutigen Vereinsmitglieder, die Gartenfreunde Andreas und Regina Uebel können uns noch aus der damaligen Zeit erzählen ...
Entstanden ist das Vereinsheim aus einer Notlage heraus, wir sind am Ende der 60iger Jahre. Damals fanden die Vorstandssitzungen in den Gärten der Vorstandsmitglieder und im Winter in den Wohnungen zu Hause statt. Die Wohnungen zu DDR-Zeiten waren eher klein. Die Gartenfreunde Kern, Herr Kern als Vositzender und Frau Kern als Schriftführerin hatten in ihrer Zweiraumwohnung das Vereinbüro, alles in Akten und Papier, denn Computer gab es damals nicht. Die Mitgliederversammlungen mussten immer in fremden Vereinen in angemieteten Räumen durchgeführt werden.
Dann die Idee vom Vorstandsvorsitzenden Heinz Kern: "Lasst uns ein Vereinszimmer bauen!" Der Vorstand Walter Unger, Horst Engst, Klaus Schulze und Gertraude Kern war begeistert, und gleich wurde, weil man nun auch die Mitgliederversammlungen am neuen Ort durchführen wollte, aus dem Vereinszimmer ein Vereinsheim, groß genug für alle Vereinsmitglieder! "Und wenn man schon einmal baut, lasst uns einen Keller unter dem Haus errichten!"
Der Vorstandsvorsitzende, Heinz Kern bastelte gleich ein Metallmodell vom Vereinsheim mit Schlitz im Dach als Sparbüchse für Spenden. In der nächsten Mitgliederversammlung wurde das Projekt vorgestellt und die Vereinsmitglieder bestätigten das Vorhaben, und so begann man im Herbst 1970 mit dem Bau unseres Vereinsheimes.
Andreas Uebel erinnert sich: "Zuerst wurde der Keller von Hand ausgeschachtet. Die Begeisterung der Vereinsmitglieder konnte man an der großen Anzahl der Teilnehmer sehen. Auch beim Betonieren und bei allen Arbeiten am Vereinsheim, waren immer sehr viele Gartenfreunde da. Einen Bagger oder Betonmischer hatten wir nicht. Wo damals der Kies und der Zement herkamen ist mir bis heute immer noch ein Rätsel. Zu DDR-Zeiten war Baumaterialbeschaffung sehr schwer. Irgendwann war der Keller fertig und es musste das Haus in Angriff genommen werden. Einer unserer Gartenfreunde arbeitete damals in der Großdruckerei „Völkerfreundschaft“, dort sollte eine Baracke abgebaut werden und so kamen wir zu einem Teil der Außenwände. Die Fensterfront wurde gemauert.
Irgendwann war auch das Holz für das Dach da. 3 ... 4 Gartenfreunde bauten die Dachsparren in einer Firma auf der Tharandter Strasse. An einem Samstag sollten die Sparren aufgesetzt werden, aber es fehlten noch die Ziegelreihen oberhalb der Fenster. So haben wir am Donnerstag vorher den Rest zu dritt aufgemauert. Der E-Anschluss und die Installation des Kellers wurde vom Gartenfreund Manfred Loche ausgeführt und die Elektroinstallation des Vereinsheimes (Beleuchtung und Steckdosen) führten unsere damaligen Konzessionsträger Horst Bläche und Andreas Uebel aus.
Bei allen weiteren Arbeiten waren immer sehr viele Gartenfreunde zur Stelle und so wurde über die Jahre etwas Großartiges für uns geschaffen."
2023 ... 2026 erfolgte nun eine Modernisierung.

Erneuerung der Terrasse Erneuerung der Giebelseite mit Fenster und Eingangstür

Innenausbau und Malerarbeiten Erneuerung der gesamten Elektroanlage Fast fertig ...

Geschafft ...
Vielen Dank allen Beteiligten für die engagierte gemeinnützige Arbeit!
Bilder: Petra Gabriel
Chronik: Regina und Andreas Uebel
